Es war wieder einer dieser Momente am Abendbrottisch, die mir das Herz schwer machten. Mein Partner hatte seiner Tochter gerade zum dritten Mal erlaubt, das Gemüse links liegen zu lassen und stattdessen nur Nudeln zu essen. Ich spürte, wie sich alles in mir zusammenzog, während ich beobachtete, wie die gesunde Mahlzeit, die ich mit Liebe zubereitet hatte, unangerührt blieb. Als ausgebildete Pädagogin wusste ich, wie wichtig ausgewogene Ernährung für Kinder ist – aber noch wichtiger war die Frage, die mich in solchen Momenten quälte: War es überhaupt meine Rolle, hier einzugreifen? Die unterschiedliche Erziehung in unserer Patchworkfamilie wurde immer mehr zu einer emotionalen Zerreißprobe.
Diese alltäglichen Situationen, in denen unsere Erziehungsvorstellungen aufeinanderprallten, häuften sich wie kleine Mosaiksteine eines größeren Bildes: Während ich auf feste Schlafenszeiten und begrenzte Mediennutzung setzte, war mein Partner deutlich lockerer. „Ach, lass sie doch noch eine halbe Stunde“, hörte ich oft, wenn die Kinder abends noch vor dem Tablet saßen. Wo ich klare Strukturen für wichtig hielt, ließ er spontane Planänderungen zu. Mit jedem dieser Momente wuchs meine Unsicherheit: Wie viel durfte ich als Bonusmama überhaupt mitbestimmen? Wann war es angebracht, meine Meinung zu äußern, und wann sollte ich mich zurückhalten?
der kampf mit den unterschiedlichen welten
Die Herausforderung der unterschiedlichen Erziehungsansätze zeigte sich besonders an den Wochenenden. Samstags wollte ich gerne den Tag strukturiert beginnen – mit einem gemeinsamen Frühstück, danach Hausaufgaben, damit der Rest des Tages frei war für schöne Aktivitäten. Mein Partner hingegen liebte es, die Kinder ausschlafen zu lassen und den Tag spontan zu gestalten. „Sie sollen doch auch mal Kind sein dürfen“, sagte er dann, während ich innerlich mit den Auswirkungen dieser Planlosigkeit rang. Ich sah, wie die fehlende Struktur die Kinder unruhig machte, wie die Hausaufgaben sich bis in den späten Nachmittag zogen und damit den ganzen Tag überschatteten.
An manchen Tagen fühlte es sich an, als würden wir in parallelen Universen leben. Wenn ich versuchte, Grenzen zu setzen, untergrub er sie oft unbeabsichtigt. Wenn er den Kindern mehr Freiheiten ließ, kämpfte ich mit dem Impuls, korrigierend einzugreifen. Diese ständige Diskrepanz in unseren Erziehungsvorstellungen schuf eine unterschwellige Spannung, die sich wie ein feiner Nebel über unser Familienleben legte.
die suche nach antworten
„Redet doch einfach miteinander“ oder „Findet einen Kompromiss“ – diese gut gemeinten Ratschläge von Freunden und Familie klangen in meinen Ohren wie Hohn. Sie verstanden nicht, dass jedes Gespräch über Erziehung zu einem emotionalen Minenfeld wurde. Wir versuchten es. Immer wieder. Doch meist endeten unsere Gespräche in einer von zwei Richtungen: Entweder zog sich einer von uns verletzt zurück, oder wir verhärteten unsere Positionen noch mehr.
Die Auswirkungen dieser Situation zeigten sich immer deutlicher. Die Kinder begannen, unsere unterschiedlichen Ansätze für sich zu nutzen. „Aber Papa hat gesagt…“ oder „Bei Mama darf ich das aber…“ wurden zu Standardsätzen, die jede Diskussion noch schwieriger machten. Ich beobachtete, wie sie zwischen unseren verschiedenen Erziehungsstilen hin und her lavierten, mal bei ihm Zuflucht suchten, wenn ich ihnen Grenzen setzte, mal bei mir, wenn seine Flexibilität sie überforderte.
weg von der unterschiedlichen erziehung
Nach monatelangem Ringen wurde mir klar: Wir brauchten mehr als nur oberflächliche Kompromisse oder den Versuch, unsere unterschiedlichen Methoden irgendwie unter einen Hut zu bringen. Was wir brauchten, war ein völlig neuer Ansatz – einen Weg, der bei uns selbst beginnt.
Ich erkannte, dass der erste Schritt darin bestand, wirkliche Klarheit zu gewinnen. Klarheit darüber, warum mein Partner und ich so unterschiedlich an die Erziehung herangingen. Warum triggerten mich bestimmte Situationen so stark? Weshalb war es für ihn so schwer, Grenzen zu setzen? Erst wenn wir die tieferen Beweggründe verstehen würden, könnten wir beginnen, etwas zu verändern.
Aus dieser Klarheit heraus würde sich der zweite Schritt ergeben: ein innerer Wandel in unserem Denken und Fühlen. Weg von der Vorstellung, dass einer von uns Recht haben musste, hin zu dem Verständnis, dass verschiedene Ansätze auch verschiedene Stärken haben können. Dieser Wandel würde Zeit brauchen und Mut erfordern – den Mut, alte Muster loszulassen und neue Wege zu gehen.
Der dritte und vielleicht wichtigste Schritt wäre dann eine neue Art der Kommunikation. Eine, die nicht von Vorwürfen und Rechtfertigungen geprägt ist, sondern von gegenseitigem Verständnis und dem Willen, wirklich gemeinsam eine Lösung zu finden. Doch wie genau sollte das in der Praxis aussehen? An diesem Punkt spürte ich: Wir würden Unterstützung brauchen, um diesen Weg erfolgreich gehen zu können.
Dein Weg zu mehr Harmonie in der Erziehung
Kennst du diese Momente auch? Fühlst du dich oft zerrissen zwischen deinen Vorstellungen von Erziehung und denen deines Partners? Vielleicht erkennst du dich in einigen dieser Situationen wieder und fragst dich, wie ihr als Patchworkfamilie jemals harmonisch zusammenwachsen könnt.
Lass uns gemeinsam Klarheit in deine Situation bringen
In einem persönlichen 60-minütigen Gespräch schauen wir uns an:
- Wo genau die Konflikte in euren Erziehungsvorstellungen liegen
- Wie du deine Position als Bonusmama stärken kannst
- Ob mein Bonusmama-Programm der richtige Weg für dich ist
„Ich dachte wirklich, unsere unterschiedlichen Erziehungsvorstellungen würden unsere Familie zerreißen. Durch Sallys Begleitung haben wir nicht nur gelernt, damit umzugehen, sondern sogar Stärke daraus zu ziehen. Heute sind wir endlich ein echtes Team!“ – Jana, 36, Bonusmama von zwei Kindern
PS: Wie viele weitere Konflikte willst du noch durchstehen, bevor ihr einen gemeinsamen Weg findet? Mach jetzt den ersten Schritt zu einem harmonischen Miteinander in deiner Patchworkfamilie!
Mach’s ganz gut,
Deine Sally