Welcher Bonusmama-Typ bist du? Die 5 Archetypen
Jede Bonusmama geht anders mit ihrer Rolle um — und die meisten erkennen sich in einem von fünf typischen Archetypen wieder. Ob Perfektionistin, Rückzügerin oder Kämpferin: Zu verstehen, welcher Typ du bist, hilft dir, deine Muster zu erkennen und bewusst zu verändern.
Kennst du das? Du scrollst durch Instagram, siehst andere Bonusmamas, die scheinbar alles im Griff haben — und fragst dich, warum du dich so anders fühlst. Vielleicht ziehst du dich zurück, vielleicht kämpfst du an jeder Front, oder vielleicht bist du einfach nur müde. Keine Bonusmama ist wie die andere. Und genau deshalb gibt es nicht den einen Weg durch den Patchwork-Alltag.
Aus meiner Arbeit mit hunderten Bonusmamas haben sich fünf Archetypen herauskristallisiert. Jeder Typ hat seine eigenen Stärken, Herausforderungen und blinden Flecken. Und die meisten von uns tragen Anteile von mehreren Typen in sich — je nach Situation, Phase und Tagesverfassung.
Laut einer Studie von Dr. Patricia Papernow brauchen Patchworkfamilien im Durchschnitt 4–7 Jahre, bis sich stabile Rollenbilder herausbilden (Papernow, 2013). Und laut Statistischem Bundesamt (2023) leben in Deutschland rund 14 % aller Familien in einer Patchwork-Konstellation — jede davon mit ihrer eigenen Dynamik. Die Frage „Welcher Typ bin ich?” ist also keine Spielerei, sondern der erste Schritt zu bewusstem Handeln.
„In meinen Coachings sehe ich immer wieder: Bonusmamas, die ihren Typ erkennen, hören auf, sich mit anderen zu vergleichen — und fangen an, ihre eigenen Stärken zu nutzen.” — Sally Matthes, Coach für Bonusmamas
Lies dir die fünf Archetypen durch und schau, wo du dich am meisten wiederfindest.
1. Die Unsichtbare
Typische Gedanken:
- „Ich fühle mich nicht als gleichwertiger Teil der Familie.”
- „Ich nehme mich oft zurück, und das ist inzwischen ein Streitthema zwischen uns.”
- „Ich habe automatisch ein schlechtes Gewissen, wenn ich was für mich einfordere.”
Deine größte Herausforderung: Eigene Bedürfnisse überhaupt erkennen und aussprechen — ohne das Gefühl, egoistisch zu sein.
Was dir helfen kann: Lerne, dass Sichtbarkeit kein Luxus ist, sondern Grundvoraussetzung für eine gesunde Beziehung. Dein Platz in der Familie entsteht nicht dadurch, dass du dich kleiner machst.

2. Die Kämpferin
Typische Gedanken:
- „Die Ex macht, was sie will, und die Kinder sind manipuliert.”
- „Ich als Bonusmama werde immer an den Pranger gestellt.”
- „Ich habe das Gefühl, mich selbst aufzugeben.”
Deine größte Herausforderung: Den Unterschied erkennen zwischen Kämpfen, die sich lohnen — und Kämpfen, die dich nur auffressen.
Was dir helfen kann: Nicht jeder Kampf ist deiner. Manchmal ist Loslassen die mutigere Entscheidung. Und manchmal liegt die Lösung nicht im Gewinnen, sondern im Akzeptieren.
3. Die Verunsicherte
Typische Gedanken:
- „Ich bin oft eifersüchtig auf seine Kinder, besonders auf die Kleine.”
- „Mein Partner und meine Tochter können keine Verbindung aufbauen, und ich hänge zwischen den Stühlen.”
- „Ich weiß nicht, ob ich das langfristig schaffe.”
Deine größte Herausforderung: Klarheit finden — über deine Rolle, deine Grenzen und deine Berechtigung, in dieser Familie zu sein.
Was dir helfen kann: Deine Unsicherheit ist kein Zeichen von Schwäche. Sie zeigt, dass dir etwas wichtig ist. Aber du brauchst einen Rahmen, in dem du diese Gefühle sortieren kannst, statt in ihnen zu versinken.
4. Die Erschöpfte
Typische Gedanken:
- „Ich bekomme sehr viel Verantwortung übertragen, und das alles ist völlig selbstverständlich.”
- „Ich bin gerade echt am Limit.”
- „Ich zerdenke alles und komme trotzdem nicht weiter.”
Deine größte Herausforderung: Rechtzeitig stoppen, bevor aus Erschöpfung Resignation wird.
Was dir helfen kann: Du darfst Verantwortung abgeben. Du darfst sagen: „Das ist nicht mein Job.” Und du darfst dir Unterstützung holen, bevor du am Boden liegst — nicht erst danach.

5. Die Optimistin auf Probe
Typische Gedanken:
- „Ich bin überrascht, dass ich manchmal unsicher bin, ob ich das aushalten kann.”
- „Ich verstehe mich gut mit den Kindern, aber die tiefen Emotionen fehlen irgendwie.”
- „Ich will vorbereitet sein, bevor es schwierig wird.”
Deine größte Herausforderung: Die rosarote Brille abnehmen, ohne den Optimismus zu verlieren.
Was dir helfen kann: Dass du jetzt schon hinschaust, ist deine Superkraft. Die meisten Bonusmamas suchen sich erst Unterstützung, wenn es kracht. Du hast die Chance, Muster zu erkennen, bevor sie sich verfestigen.

Du bist mehr als ein Typ
Wichtig ist, dass du erkennst, wo du gerade stehst. Denn erst wenn du weißt, welche Muster dich steuern, kannst du bewusst entscheiden, wie du damit umgehen willst.
Egal welcher Typ du bist: Du bist nicht falsch. Du bist eine Bonusmama, die sich in einem komplexen System zurechtfindet. Und allein dafür verdienst du Anerkennung — vor allem von dir selbst.
Wenn du tiefer einsteigen willst, schau dir auch die Phasen einer Patchworkfamilie an — denn dein Archetyp kann sich mit der Phase verändern, in der ihr euch gerade befindet. Und wenn du merkst, dass du gerade zwischen „Erschöpfte” und „Kämpferin” pendelst, könnte unser Artikel über Burnout als Bonusmama dir weiterhelfen.
🎙 Passend dazu: Hör dir die Podcastfolge „4 Arten einer Bonusmama — zu welcher gehörst du?” an — auf Spotify oder überall, wo du Podcasts hörst.
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