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Rolle & Identität

Glaubenssätze als Bonusmama überwinden

Von Sally Matthes · 22. März 2024 · Aktualisiert: 7. März 2026
Glaubenssätze als Bonusmama überwinden

Glaubenssätze wie „Ich bin nicht gut genug“ oder „Ich muss alles perfekt machen“ sabotieren viele Bonusmamas im Alltag — oft ohne dass sie es merken. Diese inneren Überzeugungen stammen selten aus der Patchwork-Situation selbst, sondern aus deiner eigenen Geschichte. Hier erfährst du, wie du sie erkennst und veränderst.

In Coachingsitzungen tauchen bei vielen Bonusmamas Glaubenssätze auf. Da fallen Sätze wie „ich bin nicht gut genug”, „ich kann das nicht” oder „das tut man doch nicht.” Auch ich kenne sie und hatte Glaubenssätze wie „ich darf nicht schwach sein” oder „ich muss für die Kinder zurückstecken.” Solche Sätze hindern uns jedoch daran, glücklich und frei zu leben. Doch wie beeinflussen sie unser Leben genau? Und wie können wir sie auflösen?

Frau sitzt nachdenklich am Fenster und reflektiert über ihre Gedanken

Wie beeinflussen Glaubenssätze dein Leben als Bonusmama?

Als Bonusmama in einer Patchworkfamilie bist du mit vielen Herausforderungen konfrontiert. Da sind die Erwartungen der Gesellschaft, die Beziehung zu den Kindern deines Partners und nicht zuletzt deine eigenen Ansprüche an dich selbst. All diese Faktoren können Glaubenssätze hervorbringen wie: „Ich werde nie so wichtig sein wie die leibliche Mutter” oder „ich muss perfekt sein, um geliebt zu werden.” Diese Glaubenssätze wirken wie unsichtbare Fesseln, die uns daran hindern, unser volles Potenzial zu entfalten. Sie können Ängste, Selbstzweifel und Konflikte in Beziehungen auslösen. Wenn wir fest davon überzeugt sind, nicht gut genug zu sein, werden wir uns selbst sabotieren und Chancen verpassen. Wenn wir glauben, dass wir in unserer Patchworkfamilie keinen Platz haben, werden wir uns zurückziehen und das harmonische Miteinander erschweren.

Doch so mächtig Glaubenssätze auch sein mögen, sie sind nicht in Stein gemeißelt. Wir haben die Macht, sie zu hinterfragen, zu verändern und durch neue, positive Überzeugungen zu ersetzen. Doch wie kommen wir diesen auf die Spur?

Wie erkennen wir Glaubenssätze?

Eine Möglichkeit, Glaubenssätze aufzuspüren, ist, auf unsere Gedanken und Gefühle zu achten. Welche Situationen lösen wiederkehrende negative Emotionen aus? Welche Sätze tauchen immer wieder in unserem inneren Dialog auf? „Ich bin nicht gut genug”, „ich schaffe das nie” oder „ich passe nicht in diese Familie” – solche Gedanken können Hinweise auf tiefliegende Glaubenssätze sein.

Auch unser Verhalten kann uns Aufschluss darüber geben, welche Überzeugungen uns leiten. Vermeiden wir bestimmte Situationen oder Herausforderungen? Reagieren wir auf Konflikte immer auf die gleiche Art und Weise? Wenn wir uns dabei ertappen, dass wir uns selbst sabotieren oder in alte Muster verfallen, lohnt es sich, den zugrunde liegenden Glaubenssätzen auf die Spur zu kommen.

Eine weitere hilfreiche Strategie ist es, sich mit seinen Prägungen und seiner Vergangenheit auseinanderzusetzen. Welche Botschaften haben wir als Kind von unseren Eltern, Lehrern oder Gleichaltrigen erhalten? Welche Erfahrungen haben uns geprägt und möglicherweise negative Glaubenssätze entstehen lassen? Indem wir uns unserer Geschichte bewusst werden, können wir verstehen, woher unsere Überzeugungen stammen und sie hinterfragen. Auch die Heilung des inneren Kindes kann dabei eine wichtige Rolle spielen.

„Wunder beginnen immer dann, wenn wir unseren Träumen mehr Energie geben als unseren Ängsten.” – Unbekannt

Frau schreibt in ein Journal und arbeitet an ihren Überzeugungen

Wie löst man Glaubenssätze auf?

Ein weiterer wichtiger Aspekt ist, sich von der Vergangenheit zu lösen. Deine Prägungen und Erfahrungen haben dich zu der Person gemacht, die du heute bist. Doch sie müssen nicht deine Zukunft bestimmen. Erlaube dir, neue, positive Glaubenssätze zu entwickeln, die dich unterstützen und stärken. Sprich zu dir selbst mit liebevollen, ermutigenden Worten, so wie du es auch bei einem guten Freund tun würdest. Visualisierung kann ein machtvolles Werkzeug sein, um Glaubenssätze aufzulösen. Stell dir vor, wie dein Leben aussehen würde, wenn du frei von limitierenden Überzeugungen wärst. Male dir aus, wie du selbstbewusst und gelassen auf Herausforderungen in deiner Patchworkfamilie reagierst. Je öfter du diese positiven Bilder in deinem Geist entstehen lässt, desto mehr werden sie zu deiner Realität.

Was wird dadurch möglich?

Ein Beispiel: Eine Freundin glaubte, sie müsse als Stiefmutter immer nachgeben, um akzeptiert zu werden. Als sie diesen Glaubenssatz änderte, traute sie sich, ihre Bedürfnisse klar zu äußern. Sie fand mit ihrem Partner Kompromisse, die für alle passten, sei es bei Erziehungsfragen oder der Urlaubsplanung. So verbesserte sich ihr Verhältnis und die Patchwork-Beziehung wurde entspannter.

Veränderte Glaubenssätze wirken sich auf die ganze Familie aus. Kinder profitieren von einem harmonischeren Umfeld und lernen, an sich zu glauben. Doch Achtung: Glaubenssätze sind kein Allheilmittel, sondern ein Werkzeug für positive Veränderung. Sie ersetzen keine Liebe, Geduld und harte Arbeit an der Beziehung. Aber sie können dir helfen, deine Patchworkfamilie mit mehr Zuversicht, Gelassenheit und Freude zu gestalten. Scheue also nicht davor zurück, deine Überzeugungen zu hinterfragen und Schritt für Schritt neu auszurichten.

Zusammenfassung

Glaubenssätze wie „ich bin nicht gut genug” begleiten viele Bonusmamas — oft ohne dass sie es merken. Sie entstehen durch Prägungen aus der Kindheit, gesellschaftliche Erwartungen und Erfahrungen in der Patchworkfamilie. Indem du auf deine Gedanken, dein Verhalten und deine Vergangenheit schaust, kannst du diese tiefliegenden Überzeugungen aufspüren. Mit Strategien wie positiven Affirmationen und Visualisierung lassen sich alte Glaubenssätze Schritt für Schritt durch stärkende ersetzen. So gewinnst du mehr Gelassenheit und Selbstvertrauen für deinen Alltag als Bonusmama.

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